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Rechte für alle stärken, statt mehr Recht des Stärkeren - das gilt auch auf lokaler Ebene

  • Autorenbild: Michael Ruefer
    Michael Ruefer
  • vor 6 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit


Hast du auch den Eindruck, das Pendel schlage gerade sehr einseitig zurück? Selbstverliebtheit, Kriegsrhetorik, das Recht des Stärkeren, das sich immer mehr durchsetzt? Man will uns einreden, der 3. Weltkrieg stehe kurz bevor, es gelte, massiv aufzurüsten und sich kriegsbereit zu halten. Deshalb könne man sich die Adressierung von Luxusproblemen leider, leider gerade nicht mehr leisten - also Massnahmen gegen den Klimawandel, die Stärkung der Rechte von Minderheiten, Entwicklungszusammenarbeit etcetc.


Gegen diese einseitige Geschichtsprognose wehre ich mich. Wir müssen, wir dürfen Trump und seinen Handlagern nicht auf den Leim gehen. Denn die Stunde der schweigenden Mehrheit, die die Allmachtsansprüche von ein paar narzisstischen Autokraten ablehnt, hat geschlagen. Wir müssen aufzeigen, dass wir keinen Bock haben auf Militarisierung, auf schärfere Rhetorik, nicht nur auf mehr "Kampf-", sondern auch auf mehr Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft. Und wir wollen zeigen, dass wir die Entwicklungen in Politik und Gesellschaft selbst in der Hand haben und nicht einfach alles auf eine Eskalation hinauslaufen muss.


Statt das Recht des Stärkeren, das "Ellenbögelen", müssen die Rechte aller wieder vermehrt gestärkt werden und überhöhte Machtgelüste von der demokratischen Gesellschaft zurückgebunden werden. Dafür setze ich mich politisch ein. Mehr Rücksicht, mehr Miteinander, mehr Raum und Rechte für alle. Das geht auch auf lokaler Ebene, wo ich mich aktuell sehr stark für die Umsetzung und tatsächliche Realisierung einer Begegnungszone einsetze, die die Stadt massiv verschleppt hat, um ja den Automobilist:innen nicht zu sehr zu schaden. Dabei ist die Sachlage klar: Die Anwohnenden wünschen sich deutlich weniger Durchgangsverkehr, weniger Lärm, mehr Beschattung statt Parkplätze, Raum zum Spielen. Dass die Stadt hierfür nicht mehr Hand bietet, ist äusserst bedauerlich. Sie knickt ein vor der automobilen Bevölkerung, die zudem zumeist von ausserhalb der Stadt stammt, aber das Quartier mit Blech zumüllt. Das ist kurzsichtig und wird sich rächen. Ich wünsche mir auch hier ein offeneres Ohr für kreative Ideen und Anliegen, die eigentlich völlig unbestritten sein sollten. In unserer "Angstgesellschaft", wo das Recht des Stärkeren herrscht, beugt man sich aber dem Druck der "Mächtigen", hier der Automobilist:innen. So funktioniert Zukunft nicht!



 
 
 

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